Mein Weg

Mut zum Echtsein ist die zentrale Kompetenz unserer Zeit

Mein Weg war nie geradlinig, aber er hatte immer eine klare Richtung: den Menschen besser zu verstehen und herauszufinden, was ihn wieder in einen echten Kontakt mit sich selbst bringt.

Dabei habe ich früh erfahren, dass ich mein Leben gestalten kann. Ich muss mich nicht mit bestehenden Strukturen zufriedengeben. Ich kann hinterfragen, ausprobieren und meinen eigenen Weg entwickeln.

Heute nenne ich das Eigensinn.

Über meinen Eigensinn

Seit 35 Jahren bin ich selbstständig, ursprünglich als Friseur und Handwerker mit eigenem Salon.

Für mich war dieser Beruf von Anfang an mehr als Haare zu schneiden. Mich interessierte der Mensch, der vor mir saß: seine Persönlichkeit, seine Geschichte und das, was sich oft zwischen den gesprochenen Worten zeigte.

Deshalb habe ich meinen Salon bewusst so aufgebaut, dass neben dem Handwerk auch Raum für meine eigene Entfaltung und meine zahlreichen Ausbildungen entstand.

Was als Neugier begann, wurde zu einem jahrzehntelangen Weg durch unterschiedliche Formen der Körper-, Energie- und Bewusstseinsarbeit.

Vom Handwerk zur Arbeit mit dem Menschen

Einen wesentlichen Teil meines fachlichen Fundaments bildet die Kinesiologie.

Ich absolvierte ein vierjähriges Studium der Akademischen Kinesiologie an der ÖAKG. Meine Diplomarbeit widmete ich den Ausleitungsverfahren von Neurotoxinen, einem Bereich in dem ich später auch als Vortragender tätig war.

Nach einer Prüfung in Kyoto wurde ich internationaler Lehrbeauftragter der AKDK. Ich bildete akademisch geprüfte Kinesiologen aus und führte über 20 Jahre eine eigene Praxis.

Doch Wissen allein war mir nie genug.

Mich interessierte immer die unmittelbare Erfahrung: Was geschieht in einem Menschen? Was erzählt sein Körper? Was verändert sich, wenn er seiner eigenen Wahrnehmung wieder vertraut?

Lernen, erfahren und weitergeben

Als Co-Trainer begleitete ich Selbsterfahrungsgruppen im Rahmen der ÖAKG-Ausbildungen.

Ich veranstaltete mehr als 30 eigene Gruppen in Österreich, Deutschland, Kroatien, Dänemark und auf Island. Dabei wurde für mich immer deutlicher: Entwicklung folgt keinem festen Schema.

Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte, seinen eigenen Rhythmus und seine eigene Wahrheit mit.

Meine Aufgabe ist deshalb nicht, Menschen in ein System einzuordnen. Ich schaffe Erfahrungsräume, in denen sie sich selbst wieder klarer wahrnehmen können.

Der Atem als roter Faden

Meine erste intensive Atemerfahrung machte ich mit 18 Jahren beim Holotropen Atmen. Das war vor 40 Jahren.

Seitdem begleitet mich der Atem als persönliches Regulativ. Wann immer ich Orientierung brauchte, mein Denken zur Ruhe bringen oder meine Intuition befragen wollte, kehrte ich zu ihm zurück.

Über die Jahre kamen mehrere Tausend Stunden eigener Atemarbeit und unterschiedliche Weiterbildungen hinzu, unter anderem bei Dan Brulé, dem O2 Collective, Dr. Peter Litchfield im Bereich „The Psychology of Breath“ und Oxygen Advantage.

Seit zehn Jahren veranstalte ich die Breathjourney Masterclass auf Island, regelmäßige Deep Dive-Sessions, 1-7 Tage Retreats, Shift Momente und Online Sessions.

Der Atem ist für mich jedoch keine isolierte Technik. Er ist ein unmittelbarer Zugang zum Körper, zur Wahrnehmung und zu jener inneren Klarheit, die unter all dem Denken bereits vorhanden ist.

Intuition, Körper und Energie

Meine Arbeit wurde durch die Ausbildung zum Intuitionstrainer in der Alpha-Methode bei Susanne Bichler sowie durch Weiterbildungen in Shiatsu bei Cornelia Gubo und in Traditioneller Chinesischer Medizin bei Claude Diolosa erweitert.

Jede dieser Richtungen hat meinen Blick auf den Menschen vertieft.

Heute arbeite ich nicht nach einer einzelnen Methode. Ich verbinde Atemarbeit, Körperwahrnehmung, Intuition, Energiearbeit und jahrzehntelange Erfahrung zu einem eigenen, lebendigen Zugang.

Was aus all dem entstanden ist

Das Wichtigste an meinem Weg ist nicht die Länge meiner Ausbildungsliste.

Es ist die Freiheit, die daraus entstanden ist.

Ich habe mich bewusst von festen Strukturen, Vorschriften und methodischen Grenzen gelöst. Nicht, weil sie wertlos wären, sondern weil der Mensch größer und individueller ist als jede Methode.

Heute arbeite ich aus dem Moment heraus: aufmerksam, intuitiv und mit einem breiten fachlichen Fundament. Ich greife auf alle meine Erfahrungsfelder zurück, ohne einen Menschen in ein vorgefertigtes Konzept zu pressen.

Meine Arbeit entsteht im Flow, aber sie ist nicht beliebig. Sie wird getragen von jahrzehntelanger Erfahrung, geschulter Wahrnehmung und einem tiefen Vertrauen in die Fähigkeit des Menschen, seinen eigenen Weg zu erkennen und vor allem getragen von meinem humanistischen und kindlich neugierigem Wesen.

Denn ich glaube nach wie vor daran, dass wir unser Leben gestalten können, indem wir es ausprobieren und Erfahrungen sammeln.

Wir brauchen dazu nicht jemand anderes werden,

es genügt, wenn wir den Mut und die Freude daran entwickeln, wieder ganz wir selbst zu sein.